Historisches

Die Geschichte der Klause

Klausur seit 1632

Unser Wirtshaus ist weit und breit als "Gasthaus zur Klause" bekannt. Diese Bezeichnung geht zurück auf die Eremiten oder Klausner, die vom 17. Jahrhundert bis zur Säkularisation im Jahre 1804 fast zweihundert Jahre lang eine Klausur unterhielten.

Schon im Jahre 1632 ist die Klause erstmals urkundlich erwähnt. Meist waren es Klosterbrüder, die bei der aufstrebenden Wallfahrt im Dienste Gottes und Mariäs ein Leben der Entbehrung und der Frömmigkeit führten. Daneben versahen Sie Sakristeidienste und die Priester verließen die Klause nur, um eine Messe zu lesen. Im jetzigen Biergarten zogen die Klausner allerlei Heilkräuter, sammelten in Wald und Flur heilsame Blüten, Beeren und Blätter und halfen den Dorfleuten mit lindernden Salben und Tränklein in schweren Tagen des Krankseins.

Wirtshaus seit Beginn des 19. Jahrhunderts

Der erste Klausner dessen Name uns überliefert ist, war der Klosterbruder Franz Mohr, der 1691 nach Weißenregen kam. Der letzte Klausner war Frater Benedikt Wittmann - im Jahre 1804 wurde das Institut der Einsiedler aufgehoben. Die Klause wurde samt Ackerland und Garten für 500 Gulden an den Blaibacher Lehrer Josef Schießl verkauft. Er wandelte die einstige Einsiedelei in ein Gasthaus um.

Das ist es bis heute geblieben. Natürlich wechselten über die Jahrzehnte mehrmals die Besitzer und Betreiber, bis im Jahr 2016 das Gebäude von der langjährigen Wirtin Lilli Mühlbauer an das Ehepaar Inge und Martin Brunner aus Weißenregen veräußert wurde. Nach aufwändigen Renovierungsarbeiten betreiben sie seit Mai 2017 die Gaststätte nun selbst.